Abschlussprüfung in Mathematik

Am Ende deiner Schullaufbahn stehen dir einige Abschlussprüfungen bevor, bei denen du beweisen musst, was du so in den vergangenen Jahren gelernt hast. Hast du alle Prüfungen bestanden, bekommst du deine Abschlussurkunde und dein Abschlusszeugnis überreicht. In den sogenannten Hauptfächern ist die schriftliche Abschlussprüfung leider Pflicht. Zu diesen Hauptfächern gehören neben Deutsch und Englisch auch das Fach Mathematik. Die Abschlussprüfung im Fach Mathematik dauert beträgt 180 Minuten, also 3 volle Stunden. Insgesamt kannst du maximal 50 Punkte erreichen. Sie setzt sich aus zwei Teilen zusammen: einem Pflichtbereich und einem Wahlbereich.

Pflichtbereich

Der erste Bereich, der Pflichtbereich, umfasst zwischen sechs und acht Aufgaben über die vier wichtigsten Themengebieten Algebra, Trigonometrie, Stereometrie und Sachrechnen. Die Aufgaben sind in der Regel nicht sehr umfangreich und zum Lösen brauchst du hauptsächlich Grundkenntnisse und Grundfertigkeiten sowie grundlegende Lösungsstrategien. Im Pflichtbereich musst du alle Aufgaben lösen und erhältst dafür nun maximal 30 Punkte statt der bisherigen 17 Punkte.

Wahlbereich

Der zweite Bereich, der Wahlbereich, umfasst seit 2002 vier Aufgaben über die Themen Algebra, Trigonometrie, Stereometrie sowie Daten und Zufall. Die Aufgaben sind weit mehr umfangreicher als die Aufgaben aus dem Pflichtbereich und stellen erhöhte Ansprüche bezüglich der Lösungsstrategien und Begründungen. Jede Aufgabe besitzt einen A- und einen B-Teil, die beide unabhängig voneinander sind. Deine Mathelehrerin oder Mathelehrer erhalten am Tag der Prüfung die vier Wahlaufgaben. Eine davon werden sie streichen und dir die restlichen drei stellen. Welche sie streichen hängt vom behandelten Stoff und dem Schwierigkeitsgrad der Aufgaben ab. Von den restlichen drei Aufgaben musst du dir die zwei Aufgaben auswählen und bearbeiten, die du am besten kannst. Bearbeitest du alle drei Aufgaben, so werden die beiden mit der höchsten Punktzahl gewertet. Im Wahlbereich erhältst du dafür nun maximal 20 Punkte statt der bisherigen 16 Punkte.

Hilfsmittel

Als Hilfsmittel sind die an deiner Schule eingeführte Formelsammlung (ohne persönliche Eintragungen) sowie der an deiner Schule eingeführte Taschenrechner (nicht programmierbar) zugelassen. An Zeichengeräte darfst du Zirkel, Geodreieck und Parabelschablone verwenden.

Täuschungen

Um schon von vornherein alle möglichen Versuchungen entgegenzuwirken, ist es ratsam, Taschen, Beuteln, Jacken und ähnliches nicht an den Prüfungsplatz mitzunehmen. Verstaue sie im Schließfach oder lege sie bei den Aufsicht führenden Lehrern ab. Bedienst du dich unerlaubter Hilfsmittel (Handys/Smartphones, PDA's, Tablets oder sogar Laptops) oder machst du nur den Versuch dazu, so wird dir die Prüfung abgenommen und du bekommst die schlechteste Bewertung (0 Punkte - Note 6) erteilt. Dies gilt auch bei unerlaubter Hilfe zu Gunsten eines Mitschülers (z. B. Tipps geben) oder wenn nachträglich ein Täuschungsversuch festgestellt wird. Schon das Mitführen oder Auffinden eines Mobiltelefons im Prüfungsbereich gilt als Täuschungsversuch und endet mit der Bewertung mit der Note 6.

Bewertung

Der Lösungsweg ist dir in der Prüfung freigestellt, er muss jedoch deutlich erkennbar und nachvollziehbar sein. Dies ist sehr wichtig, da deine Prüfung von zwei verschiedenen Personen korrigiert wird: Der Erstkorrektor ist dein Fachlehrer, der Zweitkorrektor ein vom staatlichen Schulamt bestellter Fachlehrer, der dich und den du nicht kennst. Während dein Fachlehrer mit deiner Arbeitsweise vertraut ist und deine Lösungen für ihn noch nachvollziehbar sind, kann dies beim Zweitkorrektor schon zu Punktabzug führen.

Punktzahl

Insgesamt kannst du maximal 50 Punkte erreichen, was der Note 1 (sehr gut) entspricht. Im Jahr 2008 wurde die Gesamtpunktzahl von ursprünglich 33 Punkte auf 50 Punkte erhöht. Dadurch wird eine größere Flexibilität in der Beurteilung ermöglicht. Es können dabei ganze und auch halbe Punkte vergeben werden. Also ungefährer Notenschlüssel gelten: 50-45 Punkte: Note 1, 44-36 Punkte: Note 2, 35-27 Punkte: Note 3, 26-18 Punkte: Note 4, 17-9 Punkte: Note 5 und 8-0 Punkte: Note 6. Beachte jedoch, dass halbe Punkte bei der Bewertung der stets abgerundet werden. So entsprechen 44,5 Punkte (abgerundet 44 Punkte) der Note 2, während eine Prüfung mit 45 Punkten mit der Note 1 bewertet wird.

Verhinderung am Tag der Abschlussprüfung

Erkrankst du am Tag der Prüfung und kannst daher an der Abschlussprüfung nicht teilnehmen, musst du noch am Tag der Prüfung ein ärztliches Zeugnis (Attest) vorlegen. Für fehlende Teile oder die gesamte Abschlussprüfung wird ein bundesweiter Nachholtermin (meist Mitte September) einheitlich festgesetzt. Bei selbst verschuldetem Versäumnis einer Prüfung (z. B. Termin vergessen) wird dir die Note 6 erteilt, ebenso führen selbst verschuldete Verspätungen (z. B. Verschlafen) nicht zu einer Verlängerung der Prüfungszeit. Hast du mit der Prüfung begonnen, können gesundheitliche Gründe, die deine Prüfungsleistung beeinträchtigen, nicht mehr anerkannt werden.

Wir wünschen dir trotz allem viel Erfolg bei deiner Mathe-Abschlussprüfung!

Infos zum Eintrag
Autor
Phil
Zuletzt geändert
14.06.2018 - 22:59