Euklid von Alexandria

Euklid von Alexandria war ein griechischer Mathematiker. Über sein Leben ist fast nichts bekannt. Er wurde vermutlich um 360 v. Chr. in Athen (Griechenland) geboren. Gestorben ist er im geschätzten Alter von 60 Jahren um etwa 300 v. Chr in Alexandria (Ägypten).

Euklid muss nach den wenigen Angaben, die wir 4. Jahrhundert v. Chr.über sein Leben besitzen, unter dem ersten Ptolemäer, also um 300 v. Chr., in Alexandria tätig gewesen sein. Weder genaues Geburts- noch Todesjahr sind bekannt oder erschließbar, ebenso wenig seine Herkunft, doch soll er nach Proklos, seinem ergiebigsten Kommentator, die platonische Akademie in Athen besucht haben.

Er ist der Begründer einer Schule für Mathematik in Alexandria. Dass er seit dem Mittelalter häufig Eukleides von Megara (450-368 v. Chr.) genannt wurde, geht auf eine Verwechslung mit dem gleichnamigen, etwa hundert Jahre früher lebenden Sokrates-Schüler und Begründer der „Megarischen Schule“ zurück.

Wenn also die genaueren Lebensumstände Euklids so gut wie unbekannt sind, so ist doch ein beachtlicher Teil seiner aus antiken Verzeichnissen bekannten Werke überliefert, darunter als wichtigstes Werk die 13 Bücher umfassende »Stoicheia« (Elemente), eine grundlegende Darstellung der Geometrie und Arithmetik seiner Zeit. Darin befasste sich Euklid mit der so genannten euklidischen Geometrie, die bis ins 19. Jahrhundert die Basis für die Geometrie darstellte. Die Stoicheia ist eines der meistkommentierten und -übersetzten Werke der Weltliteratur, zumal es in England, Schweden und Russland noch bis ins 19. Jahrhundert als Schulbuch in Gebrauch war.

Ihre Sätze wurden in den »Dedomena« (lateinisch für Data) für die Analysis umgestaltet. Zu den Werken Euklids zählt man ferner die »Phainomena«, ein Werk zur Astronomie und Sphärik (lateinisch für Kugel); die »Optika«, das älteste erhaltene Werk über die mathematische Optik und schließlich die »Katatome kanonos« (lateinisch »Sectio canonis«, zu deusch: Die Teilung des Kanon), die älteste erhaltene mathematische Musiktheorie. Bei den vielen dieser Werke bezweifelt man heute jedoch, dass sie von wirklich von Euklid verfasst wurden.

Euklid verfasste um die 500 Lehrsätze und Beweise. Davon haben der Kathetensatz und der Höhensatz besondere Bedeutung erlangt. Der euklidische Algorithmus ermittelt den größten gemeinsamen Teiler, indem die Zahlen schrittweise dividiert werden.

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Autor
Chris
Zuletzt geändert
15.06.2018 - 18:19