Punkt vor Strich

Auch in der Mathematik herrschen »Gesetze«, die du einhalten musst. Jedoch sind diese »Gesetze« mehr als Hilfen zu verstehen: Durch das Anwenden kannst du innerhalb einer bestimmten Rechnung eventuell vorhandene Rechenvorteile besser nutzen und damit die Aufgabe sowohl leichter als auch schneller lösen.

Wenn in einer Rechnung nur die gleiche Rechenart vorkommt (nur Punkt- oder Strichrechnungen), dann hast du es einfach, denn du kannst von links nach rechts durchrechnen. Besteht eine Rechnung aber aus mehreren verschiedenen Rechenarten (aus Punkt- und Strichrechnungen), dann musst du aufpassen. Du kannst nicht mehr von links nach rechts durchrechnen. Machst du es trotzdem, wird dein Ergebnis mir sehr großer Wahrscheinlichkeit falsch. Denn in diesem Fall gilt es eine spezielle Regel: Punkt vor Strich. Das bedeutet, du musst zuerst die Punktrechnungen (Multiplikation oder Division) und dann die Strichrechnungen (Addition oder Subtraktion) berechnen.

So wendest du die Punkt-vor-Strich-Regel an: So sieht's aus:
Du sollst diese Aufgabe lösen. 2+4·5
1.
In deiner Rechnung kommt eine Strichrechnung (als Addition) und eine Punktrechnung (als Multiplikation) vor. Daher berechnest du zuerst die Punktrechnung, also die Multiplikation: 4 · 5 = 20.
2+4·5
=2+20
2.
Anschließend berechnest du die Strichrechnung, die Addition: 2 + 20 = 22.
2+20
=22
3.
Du erhältst als Ergebnis 22.
22

Würdest du diese Rechnung einfach von links nach rechts durchrechnen, so wäre dein Ergebnis 30, was aber falsch ist.

Bei dieser Regel existiert jedoch eine Ausnahme: Kommt eine Klammer in der Rechnung vor, dann wird die Klammer zuerst berechnet. Für die restliche Rechnung gilt dann weiterhin die Punkt-vor-Strich-Regelung: 4 · (5 + 2) = 4 · 7 = 28.

Besteht eine Rechnung aus Punkt- und Strichrechnungen, so musst du zuerst die Punktrechnung (Multiplikation oder Division) und dann die Strichrechnung (Addition oder Subtraktion) berechnen.

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Autor
Chris
Zuletzt geändert
28.06.2018 - 20:08